Review Steel Rats

Das polnische Entwicklungsstudio Tate Multimedia veröffentlicht mit "Steel Rats" ein Spiel, das als entweder total absurd oder besonders innovativ empfunden werden kann. Ausgezeichnet mit dem "Best Gameplay Award" der Game Connection America 2018 oder "Best Gameplay Award" von den Pixel Awards 2018, verspricht Steel Rats eine Erfahrung der besonderen Art.

Jeder, der davon träumt mit einem Kettensägen-Motorrad über Gegner zu rasen, wird sich schnell in dieses Spiel verlieben.  Nach der Installation von den gut sechs Gigabyte stürzen wir uns in ein dunkles, metallisches und eigentlich sehr innovatives Abenteuer. Ohne viel über Einstellungen nachzudenken, werden wir in die rabiate Welt von Coastal City geworfen. Wir beginnen mit dem Teenager Toshi die Steuerung zu erlernen und versuchen uns in der 2,5D Welt zurecht zu finden. Eines ist "Steel Rats" mit Sicherheit: Einzigartig. Die Entwickler von Tate Multimedia haben es geschafft, ein Rennspiel mit schweren Motorrädern und Waffen zu kombinieren, um den Gegnern das Handwerk zu legen. Nach einigen Spielminuten kommen auch schon die ersten Fieslinge auf uns zu, sogenannte "Junk-Roboter". Von wo sie kommen, wer sie sind und warum sie uns angreifen gilt es nun im Verlauf des Spiels herauszufinden.

Die Welt von Coastal City ist schön umgesetzt. Eine Mischung aus Schmutz, Bergwerken, Tunneln, Kabeln und Rost wiederspiegeln eine dunkle Atmosphäre. Der Soundtrack ist passend und lädt zu rasender Zerstörung ein. Die Missionen sind zwar einfach und repetitiv, bieten aber ab und zu auch etwas Abwechslung. Mussten wir in der einen Minute noch unzählige Gegner umfahren, gilt es in der nächsten Runde von einem Riesenbohrer zu flüchten. Ein negativer Punkt ist die Steuerung. Einen der vier Steel Rats zu lenken und mit den ganzen Knöpfen die Spezial-Waffen einzusetzen kann oft überfordern. Denn jeder Steel Rat Held hat seine eigene Spezialität. Über Harpunenwaffen, zu Shotguns bis hin zu elektrischen Waffen lässt das Arsenal keine Wünsche offen. Nur die daraus resultierenden Kombinationen setzen eine gewisse Fingerakrobatik voraus. Ein bisschen schwierig ist die Koordination des Bikes auf den Renn-Strassen. Drücken wir Kreis, drehen wir uns um 180%. Konzentration ist notwendig, um auf der richtigen Ebene über die Junk Robots zu fahren, ein reines drauflos Rasen ist nicht zu empfehlen. Das gleichzeitige Fahren, Bremsen, Zielen und das Hantieren mit den Specials erfordert einiges an Übung. Sobald wir es ein bisschen besser im Griff haben, kommt auch der Fun-Faktor zum Zug. Mit Hilfe der Kettensägen können wir Wände hochfahren oder uns Kopfüber durch Tunnels bewegen. Alles in allem sieht das dann schon ziemlich cool aus.

Um seine Fähigkeiten aufzuleveln gibt es folgende Möglichkeiten: Sobald wir einen Roboter zerstört haben, sammeln wir dessen "Schrott" auf. Boss Gegner haben natürlich mehr zu bieten als die normalen Schrottroboter. Haben wir genügend Altmetall aufgesammelt, können wir einen Punkt im Fähigkeitenbaum ausgeben. Wir erhöhen so die Geschwindigkeit, verkürzen Abklingzeiten der Specials oder schalten gänzlich neue Features frei. Da wir sehr schnell sehr viel Schrott aufgesammelt haben, standen wir nie vor einer Entscheidung, was wir aufleveln sollen. Dies nimmt dem Spiel ein wenig Motivation und so wirkt das Ganze schliesslich irgendwann repetitiv. Dank mehreren geheimen Wegen sind die Strecken aber durchaus abwechslungsreich gestaltet und laden zum mehrmaligen Spielen ein. Nach gut vier Stunden ist das Abenteuer dann auch schon vorbei.

Fazit

Tate Multimedia gibt uns mit Steel Rats ein Spiel der sehr besonderen Art an die Hand. Ich persönlich finde die Idee top und sehr innovativ. Auf der einen Seite, weil es so suspekt ist mit einem Motorrad gegen Schrott-Roboter zu kämpfen, auf der anderen Seite ist die Atmosphäre von Coastal City top umgesetzt. Aber ich muss auch sagen, dass es Gründe gibt, warum man nicht auf einem Motorrad in den Krieg ziehen sollte. Die Steuerung ist herausfordernd und es wird auf Grund der vielen Specials schnell unübersichtlich. Ein akrobatisches Fingererlebnis für den User. Wer aber mal etwas Neues und so noch nie dagewesenes ausprobieren möchte, holt sich den Titel auf seine PlayStation 4.

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Game

Steel Rats

Steel Rats


Spieler offline
1
Release
12/2018
Format
PAL
Genre
Action
Studio
Tate Multimedia S.A.
Publisher
Tate Multimedia
Offizielle Webseite
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Autor

Philip Heene

(G)net Score

64

 

Graphics
70
Sound
79
Gameplay
62
Umfang
65

(G)community Score

0

 

Graphics
0
Sound
0
Gameplay
0
Umfang
0

Positiv


  • aussergewöhnlich
  • packende Atmosphäre
  • gelungener Soundtrack

Negativ


  • Gameplay gewöhnungsbedürftig
  • wenig Abwechslung
  • Zu schnelles Aufleveln

Altersfreigabe


PEGI-16

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